Ich möchte ein Kinderbuch schreiben!

Ich habe eine Idee, was für mich als Scanner ja nichts Ungewöhnliches ist. Ich habe ständig irgendwelche Ideen und Einfälle, die, wenn sie mich nicht mehr loslassen, Einzug in mein Ideenbuch erhalten. So auch diese Idee, die eigentlich gar nicht so neu für mich ist: Ich möchte ein Kinderbuch schreiben!

Der Gedanke, ein Buch zu schreiben, “verfolgt” mich schon länger. Ganz konkret seit ein paar Monaten, aber ich habe mich kürzlich daran erinnert, dass ich schon als Teenager mal ein Buch schreiben wollte. Ein Buch zu schreiben ist also keine ganz so neue Idee, aber durchaus eine, die erst seit einigen Monaten so richtig in meinem Kopf herumspukt. Ich rede aber bewusst allgemein von einem Buch, denn bisher bin ich immer von einem Sachbuch ausgegangen, was ich auch nach wie vor machen möchte. Nur fehlt mir da noch eine “Kleinigkeit”, nämlich ein Thema. Aber wie mit vielem im Leben wird es auch hier so sein, dass mir das Thema irgendwann zufliegen wird. Irgendwann in meinem Leben wird der Punkt kommen, an dem ich sage: “So, und darüber schreibe ich jetzt ein Buch!”.

Am Wochenende kam aber bei mir zusätzlich die Idee auf, ein Kinderbuch zu schreiben. Ich weiß auch genau, woher das kam. Ich bin in riesiger Fan des Films “Mary Poppins”. Er hat mich nicht nur in meiner Kindheit und Jugend begleitet, sondern auch heute noch, denn ich schaue ihn mir immer noch in unregelmäßigen Abständen an – meine bevorzugte Art der Alltagsflucht!

Mein Mann hatte mir als großem Mary Poppins-Fan dieses Jahr das tollste Geburtstagsgeschenk gemacht, das ich mir hätte vorstellen können: der Besuch des Musicals “Mary Poppins” in Stuttgart! Letztes Wochenende war es so weit und wir wurden für ca. 3 Stunden in Mary Poppins’ wunderbare und magische Welt mitgenommen. Zugegeben: Zu Beginn haderte ich ein wenig mit dem Musical, weil ich den Film so sehr vor Augen hatte und das Musical nur sehr begrenzt mit dem Film zu tun hat. Das liegt aber nicht am Musical, sondern daran, dass die Verfilmung mit dem Original, also der Buchvorlage, nur begrenzt etwas zu tun hat. Das Musical ist also viel näher am Buch, als es der Film jemals war. Als mir das innerhalb der ersten 20 Minuten klar wurde, konnte ich innerlich den Film loslassen und mich ganz auf das Musical einlassen. Und es hat sich wirklich gelohnt, denn das Musical ist absolut zauberhaft und es hat mich wirklich sehr berührt – es sind so einige Tränen geflossen!

Irgendwie hat dieser Besuch des Musicals mich innerlich sehr bewegt. Ich finde es wahnsinnig toll, was P.L. Travers, die Autorin des Buchs “Mary Poppins”, für eine tolle Geschichte erfunden hat, die auch heute noch, über 80 Jahre nach der Erstveröffentlichung, Menschen jeden Alters bewegt und zu Tränen rührt. Und irgendwie regte sich in mir das Gefühl “Das will ich auch!”.

Nun ist es sicher etwas vermessen, mit dem Anspruch “Ich will einen Klassiker schreiben, der verfilmt und als Musical aufgeführt werden soll” an das Schreiben eines Kinderbuches heran zu gehen. Letztendlich ist das nicht mein Ziel! Aber: Ich möchte etwas erschaffen, das andere Menschen berührt, eine Geschichte, die sie zum Lachen, zum Weinen, zum Freuen bringt und ihnen ermöglicht, zumindest kurzzeitig in eine andere Welt abzutauchen – und wenn es am Ende nur eine Handvoll Menschen ist, die das Buch lesen (wobei… naja, der Perfektionist in mir möchte natürlich schon, dass sich das Buch dann auch gut verkauft 😉 ). Ich finde, P.L. Travers ist dies mit ihren Mary Poppins-Büchern mehr als gelungen und ich möchte etwas Ähnliches schaffen!

Ich habe schon Ideen für Figuren, aber noch keine darüber, für welche Altersgruppe ich gerne schreiben möchte und was für eine Geschichte die Figur/en erleben sollen. Immer, wenn ich mich mit dem Gedanken auseinander setze, kommt mein starker innerer Kritiker hoch und sagt: “Das gibt es doch bestimmt schon! Das ist doch nichts Neues! Wer sollte sich denn dafür interessieren?”. Immer diese nervigen inneren Stimmen…

Aber unabhängig von den Stimmen, die sagen “Das kannst du nicht!” – wie gehe ich nun vor? Ich habe irgendwie das Bedürfnis erst einmal eine Art Schreibkurs zu machen, in dem ich lerne, Figuren zu erfinden, Geschichten aufzubauen etc. Außerdem fänd ich es wahnsinnig toll, die Illustrationen für das Buch selber zu gestalten. Also auch noch ein Illustrationskurs? Online ist ja heutzutage sehr viel möglich und ich habe – natürlich 😉 – auch bereits geschaut, was für Kurse es in dem Bereich gibt und es gibt da den einen oder anderen Kurs, der mir wirklich sehr zusagen würde.

Natürlich könnte ich mir einiges auch selber beibringen. Aber wenn ich neue Dinge lerne, habe ich in den meisten Fällen das Bedürfnis, mich am Anfang von Jemandem an die Hand nehmen zu lassen, bis ich selber “laufen” kann. Ich habe gemerkt, dass ich das oft brauche, um mir erst einmal ein gewisses Selbstbewusstsein aufzubauen und den Mut zu entwickeln, dann auch wirklich loszulegen. Ich brauche das also, um mit dem Thema wirklich warm zu werden und mich zu trauen, es dann auch wirklich anzugehen. Daher wäre ein Kurs (oder auch zwei für die unterschiedlichen Bereiche Schreiben und Illustration) für mich bestimmt das Richtige, um erst einmal in dieses Thema reinzuschnuppern und mich Schritt für Schritt anzunähern. Und meist ist es dann auch so, dass die Ideen von allein kommen. Ich würde also sicher durch die Inspiration in den Kursen eine Idee für eine Story bekommen.

Ich und ein Kinderbuch…. Soll ich wirklich? Was hält mich eigentlich ab? Was habe ich zu verlieren? Eigentlich ja nichts… Vielleicht hast du ja eine Meinung dazu oder kannst mir ein paar Tipps geben, wie vorgehen könnte. Oder mir einfach nur einen virtuellen Tritt in den Hintern geben, damit ich einfach loslege und meinen inneren Kritiker ignoriere. Ich würde mich jedenfalls sehr über eine Rückmeldung von dir dazu freuen 🙂

 

Ich wünsche dir eine bunte Zeit!

Liebe Grüße
Deine Claire

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